VB3_HandflächenStress

Wie Ihre Handflächen Stress reduzieren können.

Das visuelle System in der digitalen Welt ist heute einer sehr hohen Reizdichte ausgeliefert. Ständig strömen visuelle Informationen über unsere Augen ins Gehirn. Im Gehirn werden in über 30 verschiedenen Arealen diese Informationen verarbeitet. Das bedeutet eine hohe Aktivität des Gehirns und ein hoher Energieverbrauch.

Das visuelle System hat den höchsten Impact auf unsere Bewegung, unsere Körperhaltung und unseren Muskeltonus/ Muskelspannung.

Visuelle Informationen werden, wie vorher angesprochen, in über 30 verschiedenen Gehirnarealen verarbeitet, schwerpunktmäßig u.a. im Mittelhirn. Im Mittelhirn kommt es zu einer engen Verbindung mit dem sympathischen Nervensystem. Der Sympathikus ist jener Teil des vegetativen Nervensystems der für Leistung, Power, Performance zuständig ist. Somit bedeutet ein hoher visueller Reiz eine hohe Aktivität des sympathischen Nervensystems. Und eine hohe Aktivität des Sympathikus bedeutet eine unzureichende Tätigkeit des Parasympathikus. Der Parasympathikus ist jener Teil des vegetativen Nervensystems der für Erholung und Regeneration zuständig ist.

Um hier wieder einen Ausgleich herbeizuführen zwischen Sympathikus und Parasympathikus ist eine sanfte Stimulation des visuellen Systems sehr positiv. Denn eine sanfte Stimulation des visuellen Systems bewirkt eine sanfte Stimulation des Mittelhirns, womit der Sympathikus etwas gedrosselt wird und der Parasympathikus wieder an Kraft gewinnen kann.

Hierzu die Übung Palming. Nehmen Sie beide Handflächen, setzen Sie sich entspannt hin, reiben sie beide Handflächen aneinander, Augen schließen. Decken sie mit beiden Handflächen beide Augen komplett ab sodass kein Licht mehr auf die geschlossen Augen von außen einströmen kann und Ihr visuelles System keine Reize von außen mehr bekommt. Atmen Sie ruhig, wenn möglich durch die Nase ein und durch die Nase wieder aus. Achten Sie darauf, dass Sie keinen Druck auf die Augen durch Ihre Handflächen ausüben. In dieser Position, ein, zwei oder sogar drei Minuten ruhig verweilen und ruhig atmen, geschlossene Augen, Handflächen schirmen Licht ab.

Der Effekt – eine Stressreduktion sollte spürbar sein. Sollte er nicht spürbar sein oder Sie sich unsicher sein, schauen Sie sich bitte den Videoblogbeitrag vom letzten Mal an „Assessments. Was tut mir gut und wie kann ich es messbar machen.“

Eine Regression, Vereinfachung dieser Übung wäre, dass Sie im bereits ausgeruhten Zustand diese Übung des Palmings in einem abgedunkelten Raum, am Boden liegend durchführen.

Eine Progression, Steigerung dieser Übung wäre hier im Büro-Alltag, wenn es stressig ist, hinsetzen, Augen schließen, Hände reiben, Augen abdecken und ein bis zwei Minuten durch die Nase atmen. Dann sollte der Effekt spürbar sein. Und genau das ist das Ziel dieser Übung, dass Sie die Übung einfach und sofort in Ihrem unmittelbaren Alltag einbauen können.

Ich wünsche Ihnen mit dieser Technik des Palmings, dem Hintergrundwissen: visuelles System – Mittelhirn – Mittelhirn – Sympathikus viel Freude, viel Erfolg und viel Spaß beim Ausprobieren. Und ich freue mich, wenn wir uns in zwei Wochen beim nächsten Videoblogbeitrag wiedersehen – neurozentriertes Gesundheitscoaching by Bernhard Koller.

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