VB2_Assessments

Assessments im neurozentrierten Gesundheitscoaching

Das USP dieses Konzeptes, neurozentriertes Gesundheitscoaching by Bernhard Koller, sind Assessments. Assessments die sofort und unmittelbar ein sichtbares und spürbares Ergebnis zeigen. Diese Assessments kann ich einsetzen zur schnellen Ursachenfindung und zur Auswahl der richtigen Intervention.

Ich wähle heute hier die Range-of-Motion (ROM) Muskeltests. Diese ROM-Muskeltests werden vier bis acht Mal durchgeführt. Vier bis acht Mal deswegen um den Effekt des Bewegungslernens und den Effekt des Reibungswiderstandes, der mit fortlaufender Dauer in einer Übung geringer wird, auszuschließen.

Der Ablauf ist immer der gleiche: Assessment – Intervention – Re-Assessment.

Aus neurowissenschaftlicher Sicht ist die Erklärung, warum ein ROM, Bewegungsradius plötzlich größer oder kleiner wird, primär das Kleinhirn. Das Kleinhirn regelt u.a. den Spannungszustand, die Spannungsmuster um Gelenke. Setze ich einen Reiz, der für mein Gehirn, meinen Körper, mein System positiv ist, erkennt das Gehirn „Es ist sicher, es ist safe“ und reduziert die Spannung. Dadurch wird die Beweglichkeit, der Bewegungsradius größer. Das gilt auch umgekehrt. Wenn ich einen Reiz setze der negativ wirkt, wird die Spannung im Körper, im jeweiligen Gelenk wo ich dann später den Test durchführen werde nach oben gefahren und die Beweglichkeit reduziert sich.

Ich mache mit Ihnen gleich zwei mögliche praktische Tests hier durch. Wichtig ist bitte, dass Sie beim Assessment als auch beim Re-Assessment immer dieselbe Ausgangsposition wählen.

Wählen wir beispielsweise die Schulterinnenrotation.

Ausgangsposition: Arm abgewinkelt, Ellbogen auf Schulterhöhe. So wie Sie hier jetzt sitzen, ihr Kopf steht, ihre Augen stehen, und mit den exakt gleichen Lichtverhältnissen, genau das wählen Sie bitte beim zweiten Messzeitpunkt, beim Re-Assessment ganz gleich.

Warum beispielsweise die Stellung des Kopfes, die Stellung der Augen und Lichtverhältnisse ihre Beweglichkeit und Bewegung beeinflussen, erkläre ich Ihnen gerne in späteren Videoblogbeiträgen.

Ausgangsposition Schulterinnenrotation, vier bis sechs Wiederholungen. Achten Sie bitte auf den Bewegungsradius, auf die Geschwindigkeit, den Fluss der Bewegung und wie sich die Bewegung anfühlt.

Jetzt die Intervention. Als Beispiel die tiefe Bauchatmung. Legen Sie eine Hand auf den Bauchnabel, die andere Hand im Bereich des Brustbeines, atmen Sie ganz bewusst tief durch die Nase ein. Die untere Hand bewegt sich weg von der Wirbelsäule. Drei bis vier tiefe Atemzüge. Das Zentralnervensystem erkennt sofort ob der Reiz für Sie passend ist.

Wählen Sie wieder die exakt selbe Ausgangsposition und machen noch einmal das Re-Assessment. Schulterinnenrotation und schauen Sie wieder auf den Bewegungsradius, spüren Sie den Fluss und die Geschwindigkeit der Bewegung und das Gefühl ob sich etwas verändert hat.

Hier gibt es drei mögliche Testergebnisse:

Variante eins: die Beweglichkeit, der Bewegungsradius wird größer. Das war bei mir der Fall. Das heißt, dieser Reiz tut meinem Körper gut.

Variante zwei: der Bewegungsradius, die Geschwindigkeit der Bewegung, das Gefühl für die Bewegung ist gleich. Der Körper signalisiert mir, ich brauche einen stärkeren Reiz, dieser Reiz fordert mich nicht besonders.

Variante 3: ein negatives Ergebnis indem der ROM kleiner wird, die Bewegung schwieriger wird, und die Bewegung langsamer und eckiger wird. Das ist ein Zeichen des Zentralnervensystems, diese Intervention, hier in diesem Fall die tiefe Bauchatmung tut mir heute gerade nicht gut.

Eine zweite Möglichkeit eines ROM-Tests ist – so wie ich hier, sitzend – die Rotation des Kopfes rechts und links. Gerade aufrecht sitzend, den Kopf rechts und links drehen. Achten Sie wieder darauf wie weit Sie hier kommen vom Bewegungsradius, wie flüssig die Bewegung ist und wie fühlt sich diese Bewegung an. Vier bis sechs Wiederholungen, danach die Intervention, als Beispiel die tiefe Bauchatmung mit drei bis vier Atemzügen. Anschließend, selbe Ausgangsposition wie beim ersten Messzeitpunkt und die Wiederholung des ROM-Tests.

Ziel ist es, eine Intervention, eine Übung zu finden, die Ihnen guttut, wo der Bewegungsradius größer wird, die Bewegungsgeschwindigkeit einfacher und geschmeidiger wird und wo Sie absolut schmerzfrei sind. Diese Übung machen Sie dann mehrmals am Tag, drei bis fünf Mal um so Ihr gesamtes System, Ihren Körper in der Leistung nach oben zu schrauben.

Hierzu wünsche ich Ihnen viel Spaß, nehmen Sie es spielerisch und spielen Sie mit den Assessments und spielen Sie mit verschiedenen Interventionen. Ich freue mich auf Ihr Feedback, gerne per Mail, oder über diverse soziale Kanäle. Und ich freue mich wenn wir uns in zwei Wochen wiedersehen beim nächsten Videoblogbeitrag von neurozentriertes Gesundheitscoaching by Bernhard Koller.

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